Weil sie jüdisch waren ….

  • Boykott des Schuhhauses Weiss, Spitalgasse 5, am 1.April 1933
    Boykott des Schuhhauses Weiss, Spitalgasse 5, am 1.April 1933

Die Geschichte der Coburger Juden

Diese Webseite handelt von der Geschichte der Coburger jüdischen Gemeinde Anfang des 20. Jahrhunderts bis in das Jahr 1944. Die jüdische Kultur Coburgs wurde unter der Naziherrschaft systematisch zerstört, jüdische Bürgerinnen und Bürger mussten aus der Stadt und aus Deutschland fliehen oder wurden diskriminiert, gedemütigt, verfolgt, verhaftet, gefoltert und schließlich in die Vernichtungslager gebracht.

Hierzu gab es eine Ausstellung des Evangelischen Bildungswerkes Coburg e.V. und der Initiative Stadtmuseum Coburg e.V. im Jahr 2004. Die Ausstellung bildet das Grundgerüst dieser Homepage.

Coburg war die erste Stadt in Deutschland, die bereits vor 1933 nationalsozialistisch regiert wurde. Die NSDAP konnte hier gemeinsam mit der SA Methoden erproben, die sie später im gesamten Reich durchsetzen: völkische Gemeinschaftsideologie, Herrschaft durch Terror, Ächtung der jüdischen Bevölkerung, Übergriffe gegen Andersdenkende.

Wir möchten, dass die Erinnerung an die jüdischen Menschen, die in Coburg gelebt haben, erhalten bleibt. Im Mittelpunkt steht das Gedenken an die Opfer des Holocaust. Wir hoffen aber auch, dass unsere Arbeit zum Weiterforschen über die Coburger (NS-)Geschichte anregt und Wege zu einem interkulturellen Verständnis der Gegenwart eröffnet.

Aktuell: Materialien zur Ausstellung "Züge in den Tod"

Mit den Deportationstransporten Da 49 am 25. April 1942 nach Krasnystaw bei Lublin und Da 512 nach Theresienstadt am 10. September 1942 wurden die jüdischen Gemeinden des westlichen Oberfranken ausgelöscht.

>> Die Verantwortlichen haben hier die Materialien der Ausstellung zum Download bereitgestellt.