Lebenswege und Biographien

„Ein Koffer mit dem Allernotwendigsten und zehn Mark in der Tasche“ Die Menschen, die hier vogestellt werden, wurden entweder in die Flucht getrieben, oder gewaltsam verschleppt und ermordet.

Der Ausrottung konnten nur diejenigen entkommen, die dem deutschen Herrschafts- bereich rechtzeitig den Rücken kehrten. Dabei verloren sie all ihren Besitz. Meistens musste ein einzelner Koffer genügen, um neu anzufangen.Es ging ums nackte Überleben. Wer kein Asyl oder Versteck fand, ging in den sicheren TodSeit Hitlers Machtergreifung suchten deutsche Juden Asyl im Ausland. Anwälte, Ärzte, Architekten, Geschäftsleute und Schriftsteller befanden sich unter den Flüchtlingen, denen man in mehr als 30 Ländern Zuflucht gewährte.

Die Menschen, die hier vogestellt werden, wurden entweder in die Flucht getrieben, oder gewaltsam verschleppt und ermordet.

Ihre Kreativität wäre der deutschen Nation zugute gekommen, hätten Hitler und seine Rassenideologie dies nicht verhindert.

100 000 Juden fanden in den USA Schutz vor Verfolgung, wie z. B. der Coburger Jude Hans J. Morgenthau. 20 000 deutsche Juden, die nach Palästina gingen, sollten mit Können und Kreativität den künftigen jüdischen Staat prägen, wie z. B. der Coburger Jude Leo Zeilberger.

1938 nahm die Bereitschaft vieler Staaten, Flüchtlinge aufzunehmen spürbar ab. Für die 72 000 Flüchtlinge, die in Frankreich, Holland und Belgien Zuflucht fanden, wurde die neue Heimat zum Gefängnis, als Hitlers Truppen nach Westen marschierten. Etwa 6 Millionen Juden kamen in den Konzentrationslagern ums Leben.

Alfred Masur
Alfred Masur

Alfred Masur

Alfred Masur wird 1869 in Coburg geboren. Er wird Arzt. Seine Praxis befindet sich in der Mohrenstraße 26.
Ab 1911 (bis 1941) ist er Vorsitzender der Israelistischen Kultusgemeinde.

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Sally Ehrlich

Sally Ehrlich

Besitzer einer Hut- und Mützenfabrik in Coburg. Sally Ehrlich wird 1878 in Römhild geboren. 1896 zieht seine Familie nach Coburg um. Der Vater Karl Ehrlich gründet eine Hut und Mützenfabrik im Zinkenwehr

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Leo Zeilberger
Leo Zeilberger
Leo Zeilberger

Leo Zeilberger ist 1894 in Ermershausen geboren. Nach dem 1. Weltkrieg wird er Ortsvorsitzender des Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Leo Zeilberger war Mitinhaber eines Modegeschäftes im Steinweg.

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Heinrich Zucker
Heinrich Zucker

Heinrich Zucker kommt als junger Mann 1909 nach Coburg. Er eröffnet ein Schuhgeschäft im Steinweg 19. Nach 1933 kann er aus dem Geschäft kaum noch Einkünfte erzielen. Nach der Reichprogromnach flieht er nach Argentinien.

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Kuno Hirsch

Kuno Hirsch

Kuno Hirsch lässt sich in seiner Geburtsstadt Coburg als Rechtsanwalt nieder. Bis zur Machtübernahme der Nazis ist er ein angesehener Bürger und Rechtsbeistand des Zaren Ferdinand. Kuno Hirsch wird 1942 im Lager Theresienstadt ermordet.

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Villa Friedmann

Abraham Friedmann

Abraham Friedmann hat während des Ersten Weltkrieges die Fleischversorgung der Coburger sichergestellt. Nach Hitlers Kanzler-Ernennung folterten ihn Coburger Nazis im März 1933. Er floh nach Paris. Seine Villa wurde zwangsversteigert.

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Familie Plessner
Familie Plessner

Marga und Alfred Plessner

Ehepaar Plessner lebte lange Jahre mit ihren Söhnen in der Mohrenstraße 9b. Die Söhne konnten in die Vereinigten Staaten fliehen. Alfred und Marga Plessner wurden am 27. November 1941 nach Riga deportiert.

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